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Ein wesentliches Merkmal der Carnica ist ihre sprunghafte Entwicklung. Sie überwintert in relativ geringer Volksstärke, meist belagert sie im Winter bei der üblichen Betriebsweise nicht mehr als 6 - 8 Normalwaben, die Zehrung ist dementsprechend gering. Im Frühjahr kommt es zu einer ungemein raschen Entwicklung. Deshalb ist die Carnica die ideale Frühtrachtbiene. Dieser unerhörten Lebens- und Entwicklungskraft hat sie es zu verdanken, dass sie gut mit Krankheiten fertig wird (Brutkrankheiten z. B. sind im Carnicagebiet ausgesprochen selten); eine andere Folge dieser Eigenschaft ist ein lebhafter Schwarmtrieb, der bei der Carnica ohne Zweifel stärker ausgeprägt ist als bei anderen Rassen. Aber gerade hier läßt sich züchterisch sehr viel erreichen; die erprobten Zuchtstämme zeigen bei richtiger Behandlung - das heißt vor allem Haltung in großen Kästen - keinerlei erhöhte Schwarmneigung.

Ihren Fleiß hat die Carnica bei vielen Leistungsrüfungen in aller Welt eindringlich unter Beweis gestellt; in den meisten Trachten war sie allen anderen Rassen überlegen, am stärksten in der Früh- und in der Rotkleetracht, die sie vermöge ihres langen Rüssels und ihrer Sammelenergie besonders gut nutzen kann.

Bei der Behandlung dieser Biene fällt ihre ausgeprägte Sanftmut und der ruhige Wabensitz wohltuend auf. Angenehm ist auch die geringe verwendung von Kittharz und die geringe Neigung zu Räuberei.

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